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Aufpassen, Roboter übernehmen die Macht!

Implantation von Robotern

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Zyste in der Niere und man injiziert Ihnen Bauteile eines Roboters, der in Ihre Niere schwimmt, sich dort „vor Ort“ selbst zusammenbaut, dann Ihre Zyste ansägt, so dass sich deren Inhalt entleeren kann. Dann demontiert er sich selbständig bis zu dem Grad, dass er mit Ihrem Urin nebst Zysteninhalt ausgeschieden werden kann.

Wenn Sie glauben, dass das Science-Fiction ist, dann haben Sie Recht.
Angeblich sollen künftig solche Roboter entwickelt werden, die kleinere mechanische Arbeiten im Körper verrichten sollen. Ich bin eher dafür, dass solche Roboter erst mal für Haushaltsgeräte, Automobile, Rohrleitungen etc. wirklich anwendungsreif entwickelt werden. Aber vielleicht bin ich da ja noch unterinformiert.

Wie auch immer, es gibt Forschungen (Wissenschaftler der Carnegie Mellon University) darüber, solche Mikro-Roboter in Menschen einzuschleusen, um dort – ja was eigentlich – zu tun? In dem mir vorliegenden Aufsatz steht: Wunden heilen helfen.
Siehe hier.

Auch die Deutschen Gesundheits Nachrichten schreiben darüber.

Hier ein passendes Film’chen dazu

http://www.youtube.com/watch?v=1R0EHe9iYQw

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier mal wieder ein Technologieinstitut nach Daseinsberechtnigung sucht. Warum also nicht einfach behaupten, dass so etwas in Zunkunft mal nützlich werden könnte? Ein Wunder nur, dass nicht einfach behauptet wird, dass man damit vielleicht in Zukunft Krebs auflösen könnte, oder Chemotherapeutika direkt an den Ort des bösen Tumors transportieren könnte.

Was die Wundbehandlung angeht: Zwar weiss man, dass sich Wunden in den allermeisten Fällen spontan selbst heilen. Dass in den wenigen Fällen, wo dies nicht geschieht, entweder eine Grunderkrankung vorliegt (z.B. Diabetes), die primär besser einzustellen ist bevor man direkte Wundheilförderung anstrebt, oder eine Infektion, die adäquat zu behandeln ist.

Von den ganz wenigen dann noch übrig bleibenden Fällen, kann ein Teil bereits mit jetzt verfügbaren Methoden äußerlich behandelt werden und schließlich gibt es sehr beachtenswerte elektromedizinische Ansätze zur Heilungsförderung mit Anwendung biologisch verträglichen und optimierten Strömen an der Verletzungsstelle.

So, und wenn all diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, dann kann man an den futuristischen Einsatz von intrakorporalen Mikro-Robotern denken – aber auch nur dann, wenn das ein gutes Geschäft ist. Von allein käme eigentlich kein Mensch auf solch eine Idee. Was ist mit Thrombosegefahr … – ach so ja, dann muß eben operiert werden. Das hätte man aber auch gleich tun können.

Ich weiß nicht – ich bin da skeptisch. Sorry.